Ich spiele Leben: Real Player in Real Games 


Das Kunstforum widmet seine zwei nächsten Bände voll und ganz dem Spiel! Kunstforum 176 zu Kunst und Spiel 1 ist bereits erschienen. Er enthält unter anderem einen Artikel von Margarete Jahrmann zum Thema Real Gaming. 

Hinweis auf einen Artikel von Margarete Jahrmann in: KUNSTFORUM International, Ed. M. Fuchs, D. Buchhart. Games and Art. Cologne 2005. Jahrmann beschreibt Real Gaming als einen Prozess, bei dem es neben der Überschreitung der Grenze zwischen game und play vor allem auch um jene Grenze zwischen Spiel und Leben geht, die oft als äusserst fixiert und klar geregelt dargestellt wird. "Real Player machen aus dem Sparringmatch einen echten Boxkampf!"

Online-Publikation des Artikel bei [faces] community:
http://faces-l.net/index.php?option=com_content&task=view&id=57

Hinweis auch in:
> http://www.gametheory.ch> Blog Z_game:root> blog-themes> Game Art> Ich spiele Leben: Real Player in Real Games

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"Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen!" (Heinz von Förster )
Margarete Jahrmann erwähnt im Artikel auch ein Projekt von René Bauer und Beat Suter aus dem Jahre 2000/2001, das sich der Unreal Engine bediente:

"Das Erleben des blinden Flecks, einst als konstruktivistisches Erfahrungsexperiment für den eigenen Konstitutionsapparat gedacht, findet seine Entsprechung in Anordnungen zum Erfahren unserer blinden Flecken in der Datenwelt. Die Verschiebung der eigenen Wahrnehmung durch eine Parallelwelt Erfahrung zwischen dem Wahrnehmungsapparat und dem digitalen Interface als Wahrnehmungsverstärker thematisierten Beat Suter und René Bauer in einem Projekt am deutschen Seminar der Uni Zürich, Un(i)real. Sie de- und rekonstruierten einen Raum analog zur Uni-Realität. Das Spiel mit Realität und Virtualität spielte sich folgendermaßen ab: "Nicht jeder konnte sich vom Unbehagen frei machen, als die Unreal-Kämpferin sich mit vorgehaltener Waffe den Wänden des Deutschen Seminars entlang auf den Hörsaal zu bewegte, in dem die Workshopteilnehmer gerade saßen, immer bereit jeden abzuknallen, der sich ihr in den Weg stellt." Vergleichbar jenem Dilemma dem sich die Hauptdarsteller in David Cronenbergs Film "eXistenZ" (2001) gegenüber sehen. In einer delikaten Spielsituation in einem chinesischen Restaurant steigen sie notfallmäßig aus dem Spiel aus und finden sich unvermittelt im Hotelzimmer wieder: "How does it feel now, your reality?" Antwort: "It does feel very unreal."" 

Posted: Mittwoch - Juli 20, 2005 at 08:58 nachm.          


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